Dieser Beitrag erreichte uns heute von unserem Leser Alfred B.
Heute Morgen hatte ich einen Termin in einem 5-Sterne-Hotel in der Nähe von Denia. Da ich frühzeitig dort war, setzte ich mich um ca. zehn vor 11 Uhr an die Poolbar. Der Pool war dicht bevölkert, die Liegen alle belegt, aber die ca. fünfzehn Tische vor der Poolbar unbesetzt. Ich wählte also einen Tisch aus und wartete auf einen Kellner, um mir einen Kaffee zu bestellen. Hinter der Bar hantierten vier Leute und mir wurde schnell klar, dass sie ihre Maschinen, Safter, Geschirr etc. vorbereiteten. Zwischendurch schaute auch mal jemand in meine Richtung, aber niemand kam. Um 11 Uhr dachte ich, jetzt werden sie ja bald fertig sein, das könnte die Öffnungszeit für die Bar sein, da kam so ein Managertyp im Anzug vorbei. Er wechselte mit den Leuten ein paar Worte, warf einen Blick zu mir und ging dann wieder. Um viertel nach elf waren alle mit ihren Arbeiten fertig, aber von den vier Leuten war nur noch einer da. Der fing dann genau am anderen Ende der Tischreihen an, die Tischplatten abzuwischen. Da ich mir ausrechnen konnte, wann er bei mir angekommen sein würde, stand ich um halb zwölf auf und ging in die Bar in der Hotellobby. Dort war der einzige Kellner damit beschäftigt, Besteck trocken zu reiben. Rechts und links von ihm schien die Welt in Dunkelheit verloren, denn sein Tunnelblick war exakt auf seine Besteckteile gerichtet und nichts konnte seine Aufmerksamkeit davon ablenken. Nach weiteren knapp fünf Minuten rief ihm jemand etwas aus der Küche zu und jetzt hob er den Kopf und bemerkte mich an der Theke. Mit dem gleichen stoischen Gesichtsausdruck, mit dem er sein Besteck getrocknet hatte, kam er zwei Schritte auf mich zu und schaute mich fragend an. Von einer auch nur ansatzweisen Begrüßung keine Spur. Ich bestellte also meinen Kaffee und ließ mich in der Hotellobby in einem der Sofas nieder. Vielleicht saß ich etwas versteckt, aber es dauerte nun wiederum zehn Minuten, bis der Kellner endlich erschien. Wortlos setzte er die Tasse Kaffe ab, der ihm übergeschwappt war und auf der Untertasse eine hübsche Püftze hinterließ. Soviel zum 5-Sterne-Service - und der Kaffee kostete zwei Euro zwanzig.

Zu Irritationen kommt es immer wieder wegen der Nachtfeiern zu San Juan. Das große Fest, das sich vor allem dadurch auszeichnet, dass es den einzigen Tag in Denia markiert, an dem Feuer am Strand erlaubt sind, findet wie immer am 24. Juni statt. Das ist der offizielle Feiertag. Die Strandfeuer werden in der Nacht zum 24., also am 23. Juni, entzündet. Um 24 Uhr muss man dreimal übers Feuer springen, sieben mal in die Wellen und mit dem Rücken zum Meer etwas über die Schulter ins Wasser werfen. Oder so ähnlich. Zu diesem kleinen Ritus muss man sich etwas wünschen (aber nicht darüber sprechen!), das dann in Erfüllung gehen soll.
Am Strand von Denia wimmelt es in dieser Nacht von großen und kleinen Feuerstellen, an denen sich Familien, Freunde oder Nachbarn treffen, ein Picknick veranstalten und eine lange Fiesta feiern.

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Bis jetzt war vom schönen spanischen Spätfrühling oder Frühsommer, bis auf zwei, drei Tage, nicht viel zu sehen. Zum Teil heftigste Regenfälle vermiesen den eingetroffenen ersten Touristen den Urlaub. “Das wird ein ganz schlechter Sommer”, prophezeien die Denianer Fischer, die das Wetter aus dem Meer “lesen”.

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Wegen des Streiks der LKW-Fahrer gegen die hohen Dieselpreise ist es zu Lieferproblemen an Denias Tankstellen gekommen. Die Tankstelle in Las Marinas hatte bereits heute Mittag kein Super 95 mehr. Auch in Vergel sind die Vorräte erschöpft, da gibt es nur noch Super 98. Nach Angaben eines Tankstellenbetreibers könnte der Streik bis zum 20. des Monats anhalten. Zurzeit bilden sich an den Tankstellen überall mehr oder weniger lange Schlangen, um noch einmal aufzutanken, notfalls auch mit Super 98. Heute monierte noch ein Leser in einer großen deutschen Tageszeitung, in Spanien würde der Sprit 91 Cent kosten, und die Spanier würden doch das gleiche Öl einkaufen. Stimmt, so lange ist das noch gar nicht her mit den 91 Cent.

Die Stadt Dénia hat jetzt neben dem Stillraum im Centre Social zwei weitere Stillräume einrichten lassen. Einen findet man in den Räumen des Sozialamtes in der Calle Josep, einen weiteren im Jugendzentrum “Llunàtics” am Tunneleingang Richtung Stadt.

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