
Karl-Heinz Brand, Bandleader der Kölner Musikgruppe „De Räuber“, verbringt seit zehn Jahren immer einige Monate des Jahres in seinem Haus in Dénia. Denia Aktuell führte das folgende Interview mit ihm. "Herr Brand, Sie besitzen seit fast zehn Jahren ein Haus in Dénia, am Montgó. Was hat Sie damals gerade nach Dénia geführt?“ „Wir waren auf einem Kreuzfahrtschiff für RTL engagiert und da hat mir der Künstlerkollege Harry Weinfort abends an der Bar ein Haus auf Mallorca angeboten. Aber da waren wir noch nicht sicher, ob wir ein Domizil in Spanien haben wollten. Ein Künstleragent, der Heinz von Wilk, wohnte in Dénia und hörte von meinem vagen Interesse. Er lud meine Frau und mich ein, ihn an einem Wochenende zu besuchen, in seinem eigenen Haus. Da sind wir dann mal hingefahren, ohne vorher jemals etwas von Dénia gehört zu haben.“ „Wann haben Sie Ihre Traum-Immobilien dann gefunden?“ „Am gleichen Wochenende. Der Heinz hatte uns drei Häuser gezeigt, eines in Las Rotas, zwei am Montgó. Das letzte Haus gefiel uns ganz gut, aber wir hatten nicht vor, uns gleich eine Spanien-Immobilie zuzulegen. Abends waren wir bei Wilks dann zum Grillen eingeladen, und wie wir da so sitzen, in der milden Nacht, das Zirpen der Grillen in den Ohren, den Duft von Jasmin in der Nase, da habe ich gedacht, was sollen wir lange überlegen und rum machen, wir nehmen das Haus. Ich habe dann die Anzahlung auf den Tisch gelegt und der Heinz hat alles abgewickelt. Absolut korrekt und fair. Das war ein echter Glücksfall. Denn wir waren ja echte Greenhorns, hatten uns noch gar nicht richtig schlau gemacht. Aber schon ein Haus gekauft.“ „Wenn Sie nun schon seit zehn Jahren hier Ihre Urlaube verbringen, scheint Ihnen Dénia ja zu gefallen?“ „Wir haben diesen Ort richtig lieben gelernt. Vor allem die Spanier hier, die immer sehr hilfsbereit und tolerant sind. Wenn man sich mal vor Augen hält, wie diese ganze Region hier regelrecht überfallen wurde und wie viele Nationen hier angekommen sind, weiß ich nicht, ob die Deutschen in Deutschland mit so einer Situation genauso gelassen umgehen würden.“ „Wie verbringen Sie Ihre Zeit in Dénia?“ „Wir fahren viel durch die Gegend, verbinden Ausflüge mit Essen gehen und ansonsten komponiere ich hier unsere Lieder und Texte.“ „Den Urlaub nutzen Sie also zum kreativen Output?“ "Nicht den Urlaub, sondern die ganze Atmosphäre hier. Der blaue Himmel, das Meer vor der Tür, die warmen Sonnenstrahlen, da kann man doch bestens relaxen. Da kommen die Einfälle fast von selbst.“ "Können Sie unseren Lesern einige Ausgeh-Tipps für Dénia geben?“ "Ich war neulich beim Italiener an der Burg, im La Piazza. Das war vorzüglich. Pizza essen wir in der Fischeraltstadt, im Labrador. Und der neue Hafen, der ist natürlich auch sehr schön. Ich selbst bin ein Fan von frischem Fisch, und den gibt es hier ja reichlich. Zum Beispiel im Mena, da sieht man auch die schönsten Sonnenuntergänge von Dénia. Samstags gehen wir schon mal in die Blues Bar, die Musik ist doch wirklich klasse. Da wir als Kölner ja Großstadtmenschen sind, fahren wir ab und zu auch mal nach Valencia.“ Infos zu „De Räuber“: Die Musikgruppe aus Köln ist bekannt für ihre Schlager und Lieder in Kölner Mundart und ist der „Abräumer“ im Karneval und auf großen Festen in ganz Deutschland. Die 1991 vom Gitarristen Karl-Heinz Brand gegründete Gruppe hat zum Beispiel auf Mallorca viele Jahre die Gäste der Riu-Hotel-Gruppe unterhalten. In den letzten Jahren hat sich das Repertoire um Balladen, Blues und poppige Schlagermusik erweitert. Die Band, die zum Beispiel in der KölnArena vor mehr als zwölftausend Zuschauern spielte, absolviert fast dreihundert Auftritte im Jahr. Im Ausland wurde sie dieses Jahr u.a, für die Steuben-Parade in New York gebucht. Im Millowitsch-Theater in Köln führt die Band urige Kölner Geschichten in Comedyform mit so genannter „kleiner Musik“ auf.