Auch das Team von denia-aktuell trudelt langsam aus dem Urlaub wieder ein und nächste Woche läuft, wie bei den meisten Büros in Denia, alles wieder "normal". Während unserer Abwesenheit erreichten uns etliche Mails, was es denn Neues in Denia gäbe. Hier eine kurze Übersicht: Während der Festwoche "Moros y Cristianos" war die Stadt sowieso schon voll. Aber an einem Nachmittag mit schlechtem Wetter ging vom Krematorium bis Las Rotas und von Las Marinas bis zum Hafen wirklich gar nichts mehr, weil alle Urlauber statt an den Strand in die Stadt strömten. Das Wetter im August war eher durchwachsen, der schlechteste August seit 1982, wie spanische Zeitungen berichteten. Fünf bewölkte Tage im August sind ja auch wirklich ein Dilemma. In einer Nacht waren die Regenfälle und Windböen aber so heftig, dass z.B. das "Los Baños" den ganzen nächsten Tag geschlossen und mit Aufräumarbeiten beschäftigt war. Filo ist nach unseren Informationen aus dem "Duodama" ausgeschieden, auf besonderen Wunsch ihres Gatten hin. "Sechzehn Stunden arbeiten und acht Stunden schlafen, da bleibt ja für nichts mehr Zeit", beschwerte sich ihr Ehemann. Jetzt fahren die beiden ganz entspannt im BMW-Cabrio durch die Gegend. Ein Linienbus verpasste vorgestern die Einfahrt in den Kreisel am Cruz Roja und fuhr geradeaus in die Wand des "Balearia"-Büros am Hafen. Dabei wurden drei Autos zur Seite geschoben und stark beschädigt. Zum Glück saßen aber in keinem der Fahrzeuge Insassen.

Am letzten Freitag begann in Denia die Festwoche "Moros y Cristianos". Nachdem gestern Abend die Moros, also die Mauren, am Hafen festgemacht haben und dabei sind, die Stadt zu "erobern", geht das Fest heute richtig los.
Hier ein kurzer Programmüberblick: Dienstag, 14. August: 19.30 Uhr Kinderumzug und anschließender Umzug der Musikgruppen durch die Marqués de Campo bis zum Plaza del Consell.
Mittwoch, 15. August: 18.00 Uhr großer Galaumzug von Mauren und Christen durch die Marqués de Campo.


Donnerstag, 16. August: 17.30 Uhr Landung der Christen am Hafen, "Schlacht" auf dem Parkplatz vor dem Fischereihafen. "Kampf" bis zum Plaza del Consell, wo sich die Mauren ergeben müssen. 20.15 Uhr Prozession zu Ehren des San Roque. 21.30 Uhr Zapfenstreich am Plaza del Consell 24.00 Uhr Zum Abschluss des Festes großes Feuerwerk am Hafen von Denia

Erstaunen bei Immobilien-Unternehmer Manfred H. Mit seiner Partnerin im einwöchigen Urlaub in Marrakesch stand natürlich auch Immo-Sightseeing an. Für ein altes "Herrenhaus" in Marrakeschs Altstadt werden zurzeit achthunderttausend Euro aufgerufen. "Ich weiß gar nicht, warum das so teuer ist", wunderte sich Manfred H. "Und gar kein Meer in der Nähe!". Da relativieren sich die Preis an der Costa Blanca ja.

Sechshundert Euro Strafe hat die GC einem Denianer abgenommen. Bei einer Autokontrolle bemängelten sie, dass die beiden Hunde auf der Rückbank nicht gesichert waren. Das ist aber Pflicht.

Große Verwunderung, als die Nachtschwärmer Denias in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag in den Hafen einlaufen wollten. Massen von Menschen kamen ihnen kurz nach drei Uhr entgegen. Anstatt dass alle in die Bars, Diskotheken und Kneipen strömten, bewegte sich die Masse raus aus dem Hafen. Kurzes Nachfragen, ungläubiges Staunen. Die Polizei hatte die Betreiber der Läden auf die Sperrstunde aufmerksam gemacht und konsequent auf deren Umsetzung beharrt. Musik leise stellen, Gäste bitte die Bars verlassen. Ein harter Schlag ins Kontor. Denn in Spanien, soviel ist klar, geht es um drei Uhr in der Nachtszene erst richtig los, vor allem mit dem Geld verdienen. Dass sich bei dem Massenauflauf der letzten Wochen mit allen Begleiterscheinungen wie wilde Parties auf dem Parkplatz, Türen schlagen, Motorengeheul etc. irgendwann die Nachbarschaft zu Wort meldet, war eigentlich abzusehen. Außer in Gewerbegebieten hat kein Disko-Betreiber Ruhe vor Klagen der Anwohner. Da macht Denias Hafen wohl keine Ausnahme.

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