Gegen 15 Uhr ereignete sich heute ein Unfall mit einem Rollerfahrer auf der Calle Diana/Ecke Avda. del Marquesado. "Dreißig Minuten lag der Verletzte da auf der Straße, bis ein Krankenwagen eintraf", moniert Leser H.-J., der auch dieses Foto schoss.

Mit dem nächsten Wochenende beginnt eine längere “Urlaubsphase” für reisewillige Spanier. Der übernächste Dienstag ist ein nationaler Feiertag (1. Mai ), der 2. Mai (Mittwoch) ist Feiertag in Madrid. Wer den Montag als Urlaubstag angemeldet hat, kann sich so ein hübsches langes Wochenende machen. Mit Ansturm an der Küste ist also zu rechnen.

Am 15. Juni oder 1. Juli lohnt sich ein Ausflug raus aus Denia. Besonders für Joe Cocker-Fans. Der Altmeister tritt Mitte Juni in Valencia auf und am 1. Juli auf Mallorca.

Der von der Stadt lange geplante Spazierweg vom Club Nautico am Hafengelände vorbei Richtung Strand und dann parallel zur Las Marinas ist vorerst ad acta gelegt. Von den Erkenntnissen der Klimaforscher aufgeschreckt, dass in zwanzig Jahren alle Küstenorte im Mittelmeerraum, die weniger als 10 Meter über NN aufweisen, vom ansteigenden Wasserspiegel überflutet werden, überlegt man sich jetzt, Denia durch einen Deich nach Vorbild der holländischen und norddeutschen Küstenregionen zu schützen. Ex-Stadtrat Horst Glöde wurde von den Bauträgern Denias schon um Hilfe gebeten. Er soll Kontakt zu deutschen Behörden, Deich- und Wasserschutzämtern herstellen, um für den notwendigen Know how-Transfer zu sorgen. Um alle Apartmentblöcke in erster und zweiter und dritter Linie zu schützen, wäre die Vereinigung der Bauunternehmer sogar bereit, sich am Deichbau zu beteiligen. Im Gegenzug sollen den Konstrukteuren und Promotoren auf den abgeschrägten Deichseiten Flächen für großformatige Werbeschriftzüge zur Verfügung gestellt werden, wie sie heute schon auf dem Weg von der Autobahn nach Denia die Orangenplantagen schmücken. Aus Kreisen der politisch Verantwortlichen denkt man in diesem Zuge an ein Gesamtkonzept, den ursprünglich geplanten “Paseo Maritimo” als kilometerlangen Spazierweg einfach auf dem Deich anzulegen. Bei der UNESCO soll Denia dann als “besonders schützenswerter Küstenort” geführt werden, was dem Land die Möglichkeit gäbe, nach dem Deichbau Kurtaxe für die Strandbenutzung zu erheben. Weil alle Maßnahmen ohne Reduzierung des CO2-Austoßes aber umweltpolitisch keinen Sinn machen, soll Denia durch ein gut vernetztes Park-and-Ride-System und einhundert in der Stadt verteilte Fahrräder praktisch autofrei werden. Der erste Großflächenparkplatz soll am neuen Einkaufszentrum an der Autobahnauffahrt entstehen, weil, wie die Einzelhändler Denias befürchten, dort in Zukunft sowieso alles hinfährt.
Dieser Archivtext wurde bereits am 1. April geschrieben, konnte wegen Arbeitsüberlastung aber erst jetzt veröffentlicht werden. Wir bitten um Nachsicht.

Für Leute, die im Ort einkaufen wollen, wird die Stadtverwaltung im Herbst einhundert Fahrräder in der Stadt verteilen, die sich fitte Bürger für ihre Touren ausleihen können. Ein verwunderlicher Gedankenschwenk, hat die örtliche Polizei doch vor einem Jahr noch auf Geheiß des Rathauses an der Marqués de Campo an Laternen oder Straßenschildern angekettete Fahrräder “geknackt” und ins Rathaus abgeschleppt. Für dreißig Euro bekam man seinen Drahtesel mit der Aufforderung, ihn nicht mehr in der Stadt anzuketten, wieder ausgehändigt. Wer sich mit dem Gedanken trägt, in der Stadt per Rad von Geschäft zu Geschäft zu fahren, sollte sich aber gut ausrüsten. Denn mittlerweile besteht in Spanien Helmpflicht für Radfahrer (auch in Stadtgebieten) und wer trägt schon einen Helm dabei, wenn er mit dem Bus in die City fährt oder zu Fuß in die Stadt geht, um sich eventuell ein Fahrrad auszuleihen? Wenn es dunkel wird, ist übrigens auch eine Leuchtweste Pflicht, so dass man sich gut ausstatten sollte, wenn man a. nicht weiß, ob man sich vielleicht nicht ein Radl ausleihen will und b. sich nicht sicher ist, ob man vor Einbruch der Dunkelheit wieder zu Hause ist.

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